Die Siedlung zwischen den beiden Bahndämmen, begrenzt durch die Straßen
Rolshover-Kirchweg, die Allenseelenstraße, Siegburger Straße und Auf den Maien wird oft,
aber fälschlicher weise als Milchmädchen bezeichnet. Die liegt aber weiter südlich und
ist durch Straßennamen die auf Milch und Milchprodukte gekennzeichnet. Der Irrtum wird
wohl abgeleitet von der Plastik des Poller-Milchmädchen, die auf dem Efeuplatz steht.
Dieser ist der Mittelpunkt der der GAG Siedlung.
Die in den 20er Jahren als "Schwarze Siedlung" bezeichnet wurde,
entstand in den Jahren 1919 bis 1921 als eine Siedlung von Einfamilienhäusern
nach den Plänen von Emil Mewes. Weiterhin haben die Architekten Adolf Haug und
Heinrich Reinhard mit gearbeitet und gestaltet. Der damalige Bauherr war die GAG Köln.
Die Verwaltung übernahm damals die Verwaltungsgenossenschaft "Gemeinnützige
Siedlung Poll". Die Siedlung umfasst 114 Einfamilienhäuser, die sich heute alle
in Privatbesitz befinden.
Das einstmals einheitliche Erscheinungsbild der Siedlung ist heute stark verändert.
Dennoch sind die Ursprünglichen Aufbau und Gliederungen weiterhin gut zu erkennen.
Die Städtebauliche Bedeutung der Siedlung liegt in dem ihr zugrunde liegendes auch heute
noch überzeugendes Konzept vom "Stadtnahen Wohnen im Grünen".
Sie ist zudem für die Kölner Siedlungsgeschichte wichtig, da mit ihr die letzte reine
Einfamilienhaus-Siedlung in Köln geschaffen worden ist, ein Typus, der fortan von der
Mehrfamilienhaus-Siedlung abgelöst wird.
Allerseelenstraße
An den Maien
Efeuplatz
Immergrünweg
Osterglockenweg
Pfingstrosenweg
Rolshover Kirchweg
Siegburger Str.
Die Milchmädchen-Plastik ist in Bronze gegossen und entstand um 1922. Sie symbolisiert die "armen Poller" die schon in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Boot über den Rhein setzten, um in Köln Milch Auszutragen.
"Schwarze Siedlung" weil der überwiegende Teil der Bewohner, der CDU bzw. der Zentrumspartei [1918 - 1933] nahe stand. Das Gegenstück dazu, die "Rote Siedlung" mit einem großen Anteil SPD Wähler befindet sich auf der anderen Seite der Siegburger Straße.
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